![]() |
Iranisches Personennamenbuch Band III: Neuiranische Personennamen
Faszikel 3: Die Ossetischen Personennamen
|
![]() |
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
|
||||||||||||||||||||
![]() |
DATUM, UNTERSCHRIFT / DATE, SIGNATURE
BANK AUSTRIA CREDITANSTALT, WIEN (IBAN AT04 1100 0006 2280 0100, BIC BKAUATWW, BLZ 11000), KONTO-NR. 00622 800 100, BAWAG/ÖSTERREICHISCHE POSTSPARKASSE, WIEN (IBAN AT976000000002365011, BIC OPSKATWW, BLZ 60000) KONTO-NR. 2365.011, DEUTSCHE BANK MÜNCHEN (IBAN DE16 7007 0024 0238 8270 00, BIC DEUTDEDBMUC, BLZ 70070024), KONTO-NR. 2388270
|
Online Edition
Table of Contents ![]() |
Iranisches Personennamenbuch Band III: Neuiranische Personennamen
Faszikel 3: Die Ossetischen Personennamen ![]() ISBN 978-3-7001-3675-0 Print Edition ISBN 978-3-7001-3810-5 Online Edition Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse 746
Iranische Onomastik 2 2006, 295 Seiten, 24x15cm, broschiert € 51,20 Sonja FRITZ ist Privatdozentin am Südasieninstitut an der Universität Heidelberg Die in der vorliegenden Arbeit untersuchten Personennamen der Osseten nehmen eine ausgesprochene Sonderstellung innerhalb des iranischen Namenguts ein. Dieser Umstand erklärt sich aus der spezifischen historischen Entwicklung und areallinguistischen Situation, die das in zwei Hauptdialekten (Iron / Digor) nördlich und südlich des Kaukasus-Hauptkamms gesprochene Ossetische generell von den anderen neuiranischen Sprachen abheben. Ossetisch geht über das mittelalterliche Alanische auf skythisch-sarmatische Dialekte der Antike zurück. Eine viele Jahrhunderte währende Isolation vom Rest der iranischen Welt und eine starke Beeinflussung durch verschiedene nicht-iranische Sprachen, die sowohl direkt aus der unmittelbaren Umgebung oder indirekt über zwischengeschaltete sprachliche Medien erfolgen konnte, führte zu tiefgreifenden phonologischen, morphologischen, syntaktischen, lexikalischen und idiomatischen Veränderungen, die nicht nur das moderne Ossetische tief geprägt haben, sondern sich auch ganz besonders im Namengut widerspiegeln. Diese Fakten sowie die Tatsache, dass das Ossetische nur einen äußerst kleinen Anteil an genuin überlieferten iranischen Namen aufweist, stellten die Ausarbeitung dieses Faszikels vor ganz besondere Probleme. Es wurde großer Wert darauf gelegt, nicht nur die letztendliche Etymologie der einzelnen Namen zu bestimmen, sondern wenn möglich auch die historische Entwicklung nachzuvollziehen, die oft durch mehrere sprachliche Strata und große geographische Areale führen konnte. Die komplexe areallinguistische Situation und die semantische Vielfalt ergeben eine große typologische Buntheit, die ihrerseits wiederum tiefe Einblicke in die Kultur der Namenträger gestattet. Nicht zuletzt ist das ossetische Namenbuch auch geeignet, ein beredtes Zeugnis von der regen Migrationstätigkeit abzulegen, die den Kaukasus im Laufe der Geschichte sprachlich noch mehr zerklüftet hat, als es die Vielheit der dort gesprochenen Idiome allein vermocht hätte. Die im gegebenen Kontext unvermeidbare Berücksichtigung und Aufarbeitung des nicht-iranischen Namenguts ließ den vorliegenden Faszikel in vieler Hinsicht zu einem gesamtkaukasischen Namenbuch werden.
|
![]() |
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |