![]() |
Ungleichheit und Egalität in Samosir (Sumatra) Die Sozialstruktur der vorkolonialen Toba-Batak Samosirs (Sumatra) im Vergleich zu Gesellschaften am Festland Südostasiens
|
![]() |
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |
|
||||||||||||||||||||
![]() |
DATUM, UNTERSCHRIFT / DATE, SIGNATURE
BANK AUSTRIA CREDITANSTALT, WIEN (IBAN AT04 1100 0006 2280 0100, BIC BKAUATWW, BLZ 11000), KONTO-NR. 00622 800 100, BAWAG/ÖSTERREICHISCHE POSTSPARKASSE, WIEN (IBAN AT976000000002365011, BIC OPSKATWW, BLZ 60000) KONTO-NR. 2365.011, DEUTSCHE BANK MÜNCHEN (IBAN DE16 7007 0024 0238 8270 00, BIC DEUTDEDBMUC, BLZ 70070024), KONTO-NR. 2388270
|
Online Edition
Table of Contents ![]() |
Ungleichheit und Egalität in Samosir (Sumatra) Die Sozialstruktur der vorkolonialen Toba-Batak Samosirs (Sumatra) im Vergleich zu Gesellschaften am Festland Südostasiens
![]() ISBN 798-3-7001-6683-2 Print Edition ISBN 798-3-7001-7114-0 Online Edition Denkschriften der phil.-hist. Klasse 395
Veröffentlichungen zur Sozialanthropologie 14 2010, 535 Seiten, 29,7x20,9cm, broschiert € 118,56 Helmut LUKAS ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖAW, Institut für Sozialanthropologie In dieser Arbeit wird versucht, die vorkoloniale
Sozialstruktur der Toba-Batak
(Samosir, Nordsumatra) zu rekonstruieren.
Da die Verwandtschaftsverhältnisse (Lineage Organisation und asymmetrische Allianzstruktur) bei den
Toba-Batak gleichzeitig als Produktionsverhältnisse
fungierten und somit
das wichtigste Muster für die ökonomische
und politische Organisation
der Toba-Batak-Gesellschaft lieferten,
kann deren Ökonomie nicht als ein genau abgrenzbarer und
relativ unabhängiger Bereich behandelt werden. Analog dazu
ist es auch nicht möglich, bei den Toba-Batak einen separaten
politischen Bereich bzw. rein politische Institutionen auszumachen.
Die politische Organisation dieser Gesellschaft kann
daher nur über die Aufdeckung der politischen Aspekte der
Verwandtschaft und daneben auch der Religion erschlossen
werden. Aufgrund der dominanten Rolle der Verwandtschaft bei
den Toba-Batak konnte sich keine zentrale Autorität bzw. keine
staatliche Organisation entwickeln. Im Gegensatz dazu entwikkelten
die Toba-Batak die Institution sakraler Führer (Singamangaraja
etc.), die oft als „Gottkönige“ oder „Priesterkönige“ bezeichnet wurden. Anders als Heine-Geldern, der die Singamangaraja-
Institution als eine Übernahme des Gottkönig-Konzepts
indisierter Reiche Südostasiens interpretierte, betrachtet
der Verfasser die Entwicklung der Institution sakraler Führer als Versuch der Etablierung einer Autorität durch die Berufung
auf eine nicht-verwandtschaftsbezogene („göttliche“)
Machtquelle. Aus der dominanten Rolle der Verwandtschaft
in der Toba-Batak-Gesellschaft resultierte die Begrenzung
der Autorität der sakralen Führer. In Teil II des Buches wird
die Sozialstruktur der präkolonialen Toba-Batak mit jenen
einiger ethnischer Gruppen des festländischen Südostasiens,
insbesondere der Jarai Vietnams und Kambodschas,
verglichen. Der Verfasser versucht die Hypothese Heine-
Gelderns zu überprüfen,
|
![]() |
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Postgasse 7/4
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, +43-1-512 9050, Fax +43-1-515 81/DW 3400 http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at |