Walter Rauscher - Arnold Suppan (Hg.)


Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich 1918-1938 (ADÖ), Band 12

Österreich zwischen Isolation und Anschluss: 28. September 1937 bis 15. März 1938



ISBN 978-3-7001-7870-5
Print Edition
ISBN 978-3-7001-7978-8
Online Edition
Fontes Rerum Austriacarum, 2. Abteilung 98 
2016,  398 Seiten, 24x17cm, broschiert
€  89,–   

Walter Rauscher
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW

Arnold Suppan
war bis 2011 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien.


Der letzte Band der zwölfbändigen Editionsreihe „Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich“ dokumentiert den zunehmenden nationalsozialistischen Einfluss in der politisch zerrissenen österreichischen Gesellschaft und den scheinbar unaufhaltsamen Weg Österreichs zum „Anschluss“. Während sich der österreichische Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Guido Schmidt, anstrengte, über den preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring noch einen Modus Vivendi mit Berlin zu finden, hatte sich Hitler längst zu einer notfalls auch gewaltsamen Lösung entschlossen. Im Übrigen hatte Mussolini bei seinem triumphalen Empfang in Berlin, Ende September 1937, stillschweigend sein Plazet gegeben. Dennoch bemühte sich Bundeskanzler Kurt Schuschnigg – gemeinsam mit Ungarn – auf der Konferenz der drei Staaten der Römer Protokolle im Jänner 1938 in Budapest, hinsichtlich einer Anerkennung General Francos und des Anti-Komintern-Paktes einen gewissen Abstand zur Politik Berlins und Roms zu halten. Aber auch Ungarn hatte sich bereits – wie Jugoslawien und Polen – an Hitler-Deutschland angepasst. Großbritannien zeigte wenig Interesse an einer Einmischung in Mitteleuropa, Frankreich war mit innenpolitischen Problemen befasst. So ließ sich Schuschnigg vom deutschen Botschafter Franz von Papen ein Treffen mit Hitler auf dem Berghof bei Berchtesgaden einreden, das zu einer völligen Demütigung des Bundeskanzlers führte, als ihm Hitler „Verrat“ an der deutschen Politik vorhielt. Der Band dokumentiert sowohl die Vorbereitung als auch die Ergebnisse dieses Treffens am 12. Februar 1938 sehr ausführlich. Die internationale Politik erkannte nunmehr zwar die drohende Gefahr einer völligen Vereinnahmung Österreichs, war aber nicht mehr – wie 1934 – bereit, sich einer bevorstehenden nationalsozialistischen Aggression entgegenzustellen. Die Jubelrufe der Bevölkerung für die Wehrmacht und für Hitler erübrigten freilich jeden Protest.

Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Austrian Academy of Sciences Press
A-1011 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
Tel. +43-1-515 81/DW 3402-3406, Fax +43-1-515 81/DW 3400
http://verlag.oeaw.ac.at, e-mail: verlag@oeaw.ac.at

The comparatively short period between the end of September 1937 and the beginning of March 1938 belongs to the most tragic periods of Austrian history in the 20th century: it covers the road to the extinction of the Austrian state. So the twelfth volume of the ADÖ series deals with the foreign policy of the Ballhausplatz in a time of growing Nazi influence within the Austrian institutions and public life and the lost support of fascist Italy for its small neighbor which finally led to its annexation. Österreich zwischen Isolation und Anschluss documents also the conference of the states of the Roman Protocols in Budapest and the international reactions to these Italian-Austrian-Hungarian talks. Another extremely important focus lies on the Berchtesgaden meeting between Hitler and Schuschnigg, which can be regarded as the centerpiece of the book. The volume closes with the consequences of the meeting at Obersalzberg, the changes in the Viennese cabinet, the ongoing NS-infiltration in Austria, the government’s plan of a referendum and the fait accompli of the Third Reich. The published material also shows the absence of determined positions of the western powers and the national and international management of the German-Austrian crisis in 1938. The printed sources underline with references to the domestic policy situation that decisions continue to be made by just a small circle at the center of power. The final volume of the ADÖ series offers a broader view on the background of political considerations during Austria’s last attempts to secure its independence.

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Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich 1918-1938 (ADÖ), Band 12


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Österreich zwischen Isolation und Anschluss: 28. September 1937 bis 15. März 1938



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Walter Rauscher
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Arnold Suppan
war bis 2011 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien.

Der letzte Band der zwölfbändigen Editionsreihe „Außenpolitische Dokumente der Republik Österreich“ dokumentiert den zunehmenden nationalsozialistischen Einfluss in der politisch zerrissenen österreichischen Gesellschaft und den scheinbar unaufhaltsamen Weg Österreichs zum „Anschluss“. Während sich der österreichische Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Guido Schmidt, anstrengte, über den preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring noch einen Modus Vivendi mit Berlin zu finden, hatte sich Hitler längst zu einer notfalls auch gewaltsamen Lösung entschlossen. Im Übrigen hatte Mussolini bei seinem triumphalen Empfang in Berlin, Ende September 1937, stillschweigend sein Plazet gegeben. Dennoch bemühte sich Bundeskanzler Kurt Schuschnigg – gemeinsam mit Ungarn – auf der Konferenz der drei Staaten der Römer Protokolle im Jänner 1938 in Budapest, hinsichtlich einer Anerkennung General Francos und des Anti-Komintern-Paktes einen gewissen Abstand zur Politik Berlins und Roms zu halten. Aber auch Ungarn hatte sich bereits – wie Jugoslawien und Polen – an Hitler-Deutschland angepasst. Großbritannien zeigte wenig Interesse an einer Einmischung in Mitteleuropa, Frankreich war mit innenpolitischen Problemen befasst. So ließ sich Schuschnigg vom deutschen Botschafter Franz von Papen ein Treffen mit Hitler auf dem Berghof bei Berchtesgaden einreden, das zu einer völligen Demütigung des Bundeskanzlers führte, als ihm Hitler „Verrat“ an der deutschen Politik vorhielt. Der Band dokumentiert sowohl die Vorbereitung als auch die Ergebnisse dieses Treffens am 12. Februar 1938 sehr ausführlich. Die internationale Politik erkannte nunmehr zwar die drohende Gefahr einer völligen Vereinnahmung Österreichs, war aber nicht mehr – wie 1934 – bereit, sich einer bevorstehenden nationalsozialistischen Aggression entgegenzustellen. Die Jubelrufe der Bevölkerung für die Wehrmacht und für Hitler erübrigten freilich jeden Protest.

The comparatively short period between the end of September 1937 and the beginning of March 1938 belongs to the most tragic periods of Austrian history in the 20th century: it covers the road to the extinction of the Austrian state. So the twelfth volume of the ADÖ series deals with the foreign policy of the Ballhausplatz in a time of growing Nazi influence within the Austrian institutions and public life and the lost support of fascist Italy for its small neighbor which finally led to its annexation. Österreich zwischen Isolation und Anschluss documents also the conference of the states of the Roman Protocols in Budapest and the international reactions to these Italian-Austrian-Hungarian talks. Another extremely important focus lies on the Berchtesgaden meeting between Hitler and Schuschnigg, which can be regarded as the centerpiece of the book. The volume closes with the consequences of the meeting at Obersalzberg, the changes in the Viennese cabinet, the ongoing NS-infiltration in Austria, the government’s plan of a referendum and the fait accompli of the Third Reich. The published material also shows the absence of determined positions of the western powers and the national and international management of the German-Austrian crisis in 1938. The printed sources underline with references to the domestic policy situation that decisions continue to be made by just a small circle at the center of power. The final volume of the ADÖ series offers a broader view on the background of political considerations during Austria’s last attempts to secure its independence.



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