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Lange,
Ehepaar
Maria Aloysia
(Louise) Antonia, geb. Weber:
* 1760/61 Zell im Wiesenthal/D,
† 8.6.1839 Salzburg.
Sängerin (Sopran).
Eine der vier Töchter des Bassisten der Mannheimer Hofkapelle, Fridolin Weber (1733–79), die alle Sängerinnen wurden (M. J. Hofer, C. Mozart, S. Haibel) und Cousinen C. M. v. Webers waren. A. L., ausgebildet von G. J. Vogler, war 1777/78 Jugendliebe, später Schwägerin W. A. Mozarts, der einige Werke für sie komponierte (Konzertarien und 1786 die Partie der Madame Herz im Schauspieldirektor). Sie sang 1778 in München, war 1779–88 und 1790–95 eine der führenden Interpretinnen in Wien (u. a. in Mozart-Opern), trat 1789 in Hamburg und Berlin auf und unternahm ab 1795, zeitweilig mit Constanze, Konzertreisen durch Österreich und Deutschland, war 1796–98 in Hamburg, 1798 in Amsterdam (seitdem als Louise L. auftretend) und noch 1802 in Paris engagiert. Sie ließ sich 1798 in Frankfurt a. M./D als Sängerin und Musiklehrerin nieder, wirkte 1813–19 in Zürich, dann in Wien und lebte zuletzt in Salzburg bei ihren Schwestern Constanze und Sophie. 1780–96 war sie verheiratet mitJohann Joseph: * 1.4.1751 Würzburg/D, † 17.9.1831 Wien. Schauspieler, Regisseur, Komponist und Maler. Wurde 1767 Schüler an der Wiener Akad. der bildenden Künste, auf Vermittlung von J. v. Sonnenfels 1770 Mitglied des Burgtheaters, spielte dort zunächst bis 1810, dann gastweise, 1817–21 wieder in festem Engagement das Fach jugendlicher Held, später Heldenväter-Rollen. Er zählte zu den bedeutendsten Schauspielern seiner Zeit. Als Maler trat J. L. v. a. mit Künstlerporträts, u. a. ca. 1783 W. A. Mozart, in Erscheinung, wirkte darüber hinaus als Schriftsteller und Pianist. W: Oper Adelheid von Ponthieu 1796; Tänze; Lieder. – Bilder: u. a. Altarbilder; Landschaften; Porträts (auch Selbstporträt als Hamlet).
Schr: Abhandlungen über dramaturgische und Kostümfragen.
Lit: U. Mauthe,
Mozarts „Weberin“. A. W. , verehel. Lange
1980; H. Barak in H. Zeman (Hg.), Wege zu Mozart 1993; MGG 10 (2003); NGroveD 27 (2001) [Weber]; K-R 1997, 2000 u. 2002 [Weber]; Czeike 3 (1994); ÖBL 4 (1969); Wurzbach 14 (1865); Kosch 2 (1960); www-public.rz.uni-duesseldorf.de (10/2011).
UH
[ Zuletzt aktualisiert: 2012/02/27 10:59:53 ]
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