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<MR id="a2-b1">
	<Titel>
		<Name>Das Ministerium Schwarzenberg</Name>
		<Titel>
			<Name>Band 1<br /> 5. Dezember 1848–7. Jänner 1850 </Name>
		</Titel>
	</Titel>

	<Kapitel id="a2-b1-start">
		<Titel>
			<Name>Online Edition </Name>
		</Titel>
		<p align="center">Bearbeitet und eingeleitet von <br /><bio>Thomas Kletečka</bio></p>
		<p align="center">Redaktion <br /><bio>Waltraud Heindl</bio></p>
		<p>&#160;</p>
		<p>Die Märzrevolution von 1848 eröffnete nach der langen absolutistischen Periode den Weg für eine konstitutionelle Entwicklung in Österreich. Die erste Errungenschaft war die Einsetzung verantwort&#173;licher Minister und eines verantwortlichen Ministerrates. Diese Institution blieb, wenn auch mit wechselndem Schicksal, bis zum Ende der Monarchie bestehen. Der Ministerrat war das Zentralorgan, in dem sich die Regierungstätigkeit konzentrierte. </p>
		<p>Die Sitzungsprotokolle bilden eine herausragende historische Quelle. Das Spektrum der Thematik, das sich in ihnen widerspiegelt, präsentiert dem Leser alle Facetten staatlichen Lebens. Die textkritische, kommentierte wissenschaftliche Edition macht sie einem breiteren Benützerpublikum zugänglich.</p>
		<p>Die Bestellung des Ministeriums Schwarzenberg im November 1848 markierte weitgehend das Ende der revolutionären Bewegung in den nichtungarischen Ländern des Habsburgerreiches. Das Ministerium war zunächst bemüht, durch Reformen die Ursachen der Revolution zu beseitigen, ohne die Macht&#173;stellung der Krone grundsätzlich in Frage zu stellen. Zu dieser Neugestaltung Österreichs „von oben“ zählten: die Oktroyierung einer Verfassung, ein neues Gemeindegesetz, ein neues Versammlungs- und Vereinsrecht, eine neue Gerichtsverfassung, Reorganisierung der staatlichen Verwaltung, ein neuer Gymnasialstudienplan, Reorganisierung der Universitäten, eine neue Advokatenordnung, Ausarbeitung neuer Landesverfassungen und Landeswahlordnungen und die Errichtung der Gendarmerie. Der neu aufgeflammte Krieg mit Sardinien konnte siegreich beendet werden. Die mit russischer Hilfe durchgeführte Niederwerfung des ungarischen Aufstandes gab der Regierung die Möglichkeit, die Sonderstellung der Länder der Stephanskrone für verwirkt zu erklären und eine Zentralisierung in die Wege zu leiten. Auf außenpolitischem Gebiet standen zwei Themenkreise im Vordergrund: die deutsche Frage und die Friedensverhandlungen mit Sardinien. Während die letztere erfolgreich abgeschlossen wurde, war die deutsche Frage nicht so einfach zu lösen; hier zeichnete sich bereits die eineinhalb Jahrzehnte dauernde Auseinandersetzung zwischen Österreich und Preußen um die „Vorherrschaft in Deutschland“ ab.</p>
	</Kapitel>
	<Metadaten>
		<Publikation datum="2002">Das Ministerium Schwarzenberg, Band 1 (1. Serie, II. Abt.)</Publikation>
		<Danksagung>Mit Unterstützung des Bundesminister&#173;iums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 
		des Fonds zur Förderung der wissenschaft&#173;lichen Forschung in Österreich 
		und der Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien. </Danksagung>
		<!-- Danksagung>Die Aufbereitung als Web-Publikation erfolgte mit Eigenmittel des Verlages <br />
		der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. </Danksagung -->
		<!-- Danksagung>Die Aufbereitung als Web-Publikation erfolgte mit Unterstützung des Rotary <br />
		Clubs Bruck-Neusiedl.<p align="center"> <img src="../_img/rotary-logo.jpg." width="50"/></p></Danksagung -->
	</Metadaten>
</MR>
